Eine gute Beziehung schafft Kundenbindung

CDU-Kandidatin Anne Janssen beeindruckt von der Entwicklung in der Schortenser Innenstadt

„Hier kann man sich sofort wohlfühlen“, sagt Anne Janssen. Die CDU-Bundestagskandidatin besuchte die Schortenser Innenstadt und informierte sich über die Folgen der Coronakrise für den Einzelhandel und die Perspektiven in der Zukunft.

Stadtrundgang mit dem TGM: Thomas Bruns, Claudia-Andrea König, Anne Janssen, Axel Homfeldt, Melanie Sudholz und Maximilian Striegl. v.l.

Gemeinsam mit dem TGM Vorsitzenden Thomas Bruns unternahm die Kandidatin einen kleinen Rundgang durch den Innenstadtbereich. Erste Station war ein Geschäft, das es noch gar nicht gibt. Christina Ryba wird in den kommenden Wochen einen Unverpackt-Laden in der Oldenburger Straße eröffnen. „Das ist schon beeindruckend, wenn eine junge Frau mitten in einer der größten Krisen unseres Landes den Mut aufbringt, mit ihrer Idee durchzustarten“, erklärte Anne Janssen im Gespräch. Das seien genau die Menschen, die unser Land jetzt brauche. TGM-Vorstandsmitglied Axel Homfeldt machte deutlich, dass diese Neueröffnung ein wichtiges Signal für die ganze Innenstadt darstelle. „Wir sind mitten in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Und Christina Ryba zeigt, dass es trotz Onlinehandel und verändertem Kaufverhalten funktionieren kann, neu auf den Markt zu gehen“, so Homfeldt. Deshalb habe sich der TGM im Januar auch spontan bereiterklärt, diese Unternehmensgründung nach Kräften zu unterstützen.

In der Bücherstube am Rathaus informierte sich Anne Janssen dann über die Strategie von Inhaberin Kathrin Behrendt zur Kundenbindung. „Wir sind ganz gut durch die Krise gekommen, weil wir es geschafft haben, mit unseren Kunden in Kontakt zu bleiben“, sagt die Unternehmerin. Lieferservice, Mailbestellungen und Telefonkontakt seien unter anderem sehr hilfreich gewesen. „Wir haben uns flexibel an die Situation angepasst und unsere Kunden haben das dankbar angenommen“, so Behrendt. Entscheidend sei, dass sie mit den Menschen in Kontakt geblieben sei und die Beziehung aufrecht gehalten habe. Beziehung – das könne Onlinehandel nicht bieten und sei die große Chance des Facheinzelhandels in den Innenstädten.

Zum Abschluss des kleinen Rundganges steuerte Anne Janssen das Unternehmen von Optikermeister Thomas Bruns an. Der TGM-Vorsitzende verwies auf die schwierige Lage des Facheinzelhandels. Allerdings konnte auch er davon berichten, dass die Kundenbindung wesentlich für den Erfolg des Einzelhandels sei. „Ich muss meinen Kunden einen Nutzen bieten. Tue ich das nicht, kommen sie auch nicht mehr zu mir ins Geschäft“, erklärte der Optikermeister. Er selbst habe in den letzten Jahren massiv investiert, um sehr weitreichende Untersuchungen am Auge vornehmen zu können. Das helfe den Kunden sofort weiter, so Bruns. Er selbst habe auch Erfahrungen mit dem Onlinehandel gemacht. Das Aufwand für einen professionellen Onlineshop sei aber so hoch und die Konkurrenz so groß, dass es sich für stationäre Händler meistens eben nicht lohne. „Es geht um die Beziehung zum Kunden. Wer darin investiert, kann auch gegen die Mitbewerber im Internet bestehen“, so Bruns abschließend.